Konfuzius-Bücher
Berühmte Konfuzius-Sprüche | Übersetzungen: Erling Weinreich
1. Lunyu 2.11
Konfuzius sprach: “Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu verstehen, der kann anderen ein Lehrer sein.”
2. Lunyu 2.24
Konfuzius sprach: “Wer Geistern dient, die nicht seine eigenen sind, ist ein Schmeichler. Wer eine Gelegenheit zu rechtschaffenem Tun sieht, sie aber nicht ergreift, der ist ein Feigling.”
3. Lunyu 17.17
Der Meister sprach: “Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.”
4. Lunyu 2.13.
Zi Gong fragte, was einen Edlen ausmache. Der Meister sprach: “Er predigt nur das, was er zuvor schon selbst in die Tat umgesetzt hat.”
5. Lunyu 8.14.
Der Meister sprach: “Diskutiere nicht die Angelegenheiten eines Amtes, das nicht dein eigenes ist.”
6. Lunyu 9.26
Der Meister sprach: “Selbst einer großen Armee kann man den Führer rauben, aber nicht einmal einem einfachen Mann seinen Willen.”
7. Lunyu 9.29
Konfuzius sprach: “Der Weise kennt keine Verwirrung, der Menschenfreund keine Sorgen und der Tapfere keine Furcht.”
8. Lunyu 15.21
Der Meister sprach: “Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere.”
9. Lunyu 12.24
Meister Zeng sprach: “Der Edle gewinnt Freunde durch seine kultivierte Gelehrsamkeit. Und mit Hilfe dieser Freunde fördert er seine Menschlichkeit”
10. Lunyu 4.14
Der Meister sagte: “Mach’ Dir keine Sorgen um einen guten Posten, sondern sorge dafür, dass Du etwas hast, mit dem Du ihn verdienst. Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass Dich niemand kennt, sondern trage Sorge, Dich so zu verhalten, dass man Dich kennen wird.”
11. Lunyu 8.17
Der Meister sprach: “Lernen ist eine Tätigkeit, bei der man das Ziel nie erreicht und zugleich immer fürchten muss, das schon Erreichte wieder zu verlieren.”
12. Lunyu 1.16
Der Meister sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”
13. Lunyu 17.3
Der Meister sprach: “Nur die Weisesten und die Dümmsten ändern sich nie.”
14. Lunyu 15.28
Der Meister sprach: “Wenn ein Mann von allen gehasst wird, muss man die Gründe dafür überprüfen. Wenn ein Mann von allen geliebt wird, muss man das auch überprüfen.”
15. Lunyu 15.31
Der Meister sprach: “Ich habe einmal einen Tag lang nicht gegessen und eine Nacht lang nicht geschlafen, um nachzudenken. Das hat nicht geholfen – besser ist es, stattdessen zu lernen.”
16. Lunyu 14.22
Ein Jünger fragte Konfuzius. wie er seinem Fürsten dienen solle. Der Meister sprach: “Man darf ihn zwar nicht täuschen, doch offen widersetzen darf man sich ihm.”
17. Lunyu 17.2
Konfuzius sprach: “Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.”
18. Lunyu 15.30
Konfuzius sprach: “Einen Fehler begangen haben und ihn nicht korrigieren: Erst das ist ein Fehler.”
19. Lunyu 13.23
Konfuzius sprach: “Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.”
20. Lunyu 5.20
Einer seiner Jünger überlegte immer dreimal, bevor er etwas tat. Als der Meister davon hörte, sprach er: “Zweimal überlegen – das reicht schon”.
Übersetzungen: Erling Weinreich, 1999-2003
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Hinweis: Zählung der Sprüche und chinesische Textgrundlage dieser Übersetzungen:
Jin Liang Nian: Lunyu yizhu, Shanghai guji chubanshe, 1995.
金良年 :论语译注。上海古籍出版社,1995.
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Diese Übersetzungen wurden auch verwendet in:
Konfuzius im Management: Werte und Weisheit im 21. Jahrhundert
